Von Aylin Krieger
03. Mär 2026
FDM-Landesinitiativen und regionale Dateninitiativen, wie das Bremer Datenkompetenzzentrum DataNord, übernehmen eine wichtige Rolle im deutschen Forschungsdatenmanagement. Als regional verankerte Koordinations- und Vermittlungsstellen verbinden sie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landesministerien und nationale Infrastrukturen – insbesondere die Nationale Forschungsdateninfrastruktur. Sie koordinieren generische Dienste, Trainings- und Beratungsangebote, bündeln Bedarfe aus den Ländern und bringen nationale sowie disziplinspezifische Entwicklungen in die Praxis vor Ort. Damit agieren sie komplementär zur NFDI und sichern die Anschlussfähigkeit der Standorte. In dieser Schnittstellenposition verbinden sie zentrale, föderierte Infrastrukturen mit den lokalen Standorten und den Forschenden. Sie sind somit der Schlüssel, um Entwicklungen in die Anwendung zu bringen.
Gleichzeitig macht das Positionspapier deutlich: Trotz etablierter Strukturen sind viele der Initiativen, wie auch DataNord, weiterhin projektfinanziert. Diese kurzfristigen Förderlogiken gefährden die nachhaltige Entwicklung ressourcenintensiver Infrastrukturen und untergraben langfristiges Vertrauen. Gefordert werden daher eine strategische Einbindung, verlässliche Governance-Strukturen und eine dauerhafte Finanzierung im föderalen Zusammenspiel von Bund und Ländern.
Für Bremen und die U Bremen Research Alliance ist diese Debatte von besonderer Relevanz. Mit DataNord verfügt der Standort über ein regionales, projektbasiertes Datenkompetenzzentrum, das disziplinübergreifend Expertise bündelt und Datenkompetenzen strategisch weiterentwickelt. Als Teil der regionalen Dateninitiativen bringt DataNord die Bremer Perspektive aktiv in die nationale Diskussion ein und stärkt zugleich die Anschlussfähigkeit an europäische Entwicklungen.
Dr. Tanja Hörner und Dr. Lina Schaare vom DataNord-Verbund betonen:
„FDM-Landesinitiativen und regionale Dateninitiativen sind unverzichtbare Schnittstellen im föderalen Wissenschaftssystem. Sie sorgen dafür, dass nationale Strategien und disziplinspezifische Entwicklungen bedarfsorientiert in die Breite getragen werden. Ein nachhaltiger und souveräner Umgang mit Forschungsdaten kann nur gelingen, wenn regionale Initiativen wie DataNord langfristig finanziert, strategisch verankert und als verlässliche Ankerpunkte im System anerkannt werden.“
Hier finden Sie das Positionspapier der FDM-Landesinitiativen. Das zugrunde liegende Papier „Leistung in Verantwortung“ des Rats für Informationsinfrastrukturen ist ebenfalls online verfügbar.
