Impact - Das Wissenschafts-Magazin der U Bremen Research Alliance. Ausgabe 13

Das seit 2019 erscheinende Forschungsmagazin Impact dokumentiert die kooperative Forschungsstärke der U Bremen Research Alliance und ihre gesellschaftliche Relevanz. Ausgabe #13 ist im Februar 2026 erschienen. Die Themen in dieser Ausgabe: „Forschungsdaten sind Gemeingut", „Eine Frage der Einstellung" und „Täuschung durch Design".

Von Rainer Busch

24. Feb 2026

Debattierten die Herausforderungen für das Datenmanagement: Forschende der Konsortien NFDI4Biodiversity und NFDI4Earth bei ihrer Konferenz im September 2025 in Bremen   © Shanice Allerheiligen / U Bremen Research Alliance

Forschungsdaten sind Gemeingut

Einer der Eckpfeiler der Datenhochburg Bremen ist PANGAEA, das weltweit größte digitale Informationssystem für Daten aus der Erd- und Umweltforschung mit mehr als 450.000 Datensätzen. Seit 30 Jahren macht PANGAEA Wissen zugänglich; die Plattform ermöglicht Forschung, die etwa unser Verständnis des Klimawandels verbessert. Dies konnte nur gelingen, weil sich zwei Mitgliedseinrichtungen der U Bremen Research Alliance frühzeitig und nachhaltig für diesen Themenbereich engagierten. Zuletzt machte die Plattform, über die Sie ab Seite 4 lesen können, Schlagzeilen, weil sie historisch einmalige Daten aus den USA rettete, die durch Kürzungen der Trump-Regierung verloren zu gehen drohten.

Damit ein MRT-Scan entstehen kann, sind viele Sequenz- und Protokolleinstellungen notwendig.   © Jens Lehmkühler / U Bremen Research Alliance

Eine Frage der Einstellung

Die jüngste Errungenschaft der Bremer Datenwissenschaft ist DataNord. Das einzige regionale Datenkompetenzzentrum im Norden Deutschlands ist ein Ort des interdisziplinären datenwissenschaftlichen Lernens, der Forschende auf allen Karrierestufen zusammenbringt und zudem selbst Forschung zum Nutzen einer breiten Bevölkerung fördert: etwa mit „MRI4ALL“, das den Zugang und die Diagnosemöglichkeiten der Magnetresonanztomografie verbessern soll. Ab Seite 8 erfahren Sie mehr über das Projekt und über DataNord.

Was im Hintergrund passiert: Wie sich Nutzer:innen in sozialen Medien beim Erstellen eines neuen Accounts bis zum Ausfüllen von persönlichen Informationen im Profil einer App bewegt haben, zeigt diese Darstellung.   © Jens Lehmkühler / U Bremen Research Alliance

Täuschung durch Design

Wer im Internet unterwegs ist, der weiß, dass dort so manche Falle lauert. Zum Beispiel „Dark Patterns“ – manipulative Designstrategien, die Nutzer:innen zu unüberlegten Klicks verleiten sollen. Sie kommen sogar bei manchen Gesundheitsapps zur Anwendung. Welche Risiken, aber auch Chancen für unsere Gesundheit mit digitalen Medien verbunden sind, wird am Leibniz-WissenschaftsCampus „Digital Public Health“ erforscht. Über „Täuschung durch Design“ lesen Sie ab S. 12.

Beteiligte Kooperationspartner

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung
Leibniz-Institut für Präventionsforschung
Alfred-Wegener-Institut
Universität Bremen