Von Aylin Krieger
14. Sep 2026
Beim Sommerfest der Landesvertretung Bremen in Berlin kamen am 9. September 2026 rund 600 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen. Unter dem Motto „Moin Berlin – Moin Bremen“ zeigte die Freie Hansestadt Bremen die Stärken des Bundeslandes. Die U Bremen Research Alliance präsentierte sich gemeinsam mit der Northwest Alliance und dem neuen Exzellenzcluster The Martian Mindset, „Die Marsperspektive“, der Universität Bremen.
Für die U Bremen Research Alliance war der Abend eine Gelegenheit, Bremer Forschung im politischen Raum sichtbar zu machen und den Austausch mit Akteur:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken.
Eingeladen hatten Bundesratspräsident und Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte, die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Nancy Böhning, sowie die Weserbrücke e.V.
Das Sommerfest stand im Zeichen der Bremer Bundesratspräsidentschaft und war zugleich eine Einstimmung auf den Tag der Deutschen Einheit, der 2026 in Bremen gefeiert wird.
Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte erklärte laut Pressemitteilung der Senatskanzlei:
„Unsere Bundesratspräsidentschaft gibt uns in diesem Jahr die besondere Gelegenheit, für Bremen und Bremerhaven zu werben – hier in Berlin und weit darüber hinaus. Das Sommerfest gibt einen guten Einblick über die vielen Stärken unseres Zwei-Städte-Staates – angefangen bei Wissenschaft, Forschung und Raumfahrt über Industrie, Häfen und viele innovative Unternehmen bis zu Kultur und Lebensart.“
Austausch über Sicherheit und Verteidigung
Den Auftakt des Abends bildete die Podiumsdiskussion „Sicherheit und Verteidigung neu denken: Politik, Streitkräfte und Industrie im Dialog“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Deutschland und Europa angesichts der veränderten Weltlage ihre Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit stärken können und welche Rolle Politik, Streitkräfte und Industrie dabei spielen.
Die Diskussion machte deutlich, dass sicherheits- und verteidigungspolitische Fragen nicht isoliert betrachtet werden können. Sie zeigte zugleich, welche Rolle Bremen und Bremerhaven mit ihren Kompetenzen in Luft- und Raumfahrt, maritimer Sicherheit, Industrie sowie starken Hochschulen und Forschungseinrichtungen für aktuelle Sicherheits- und Verteidigungsfragen spielen können.
Auf dem Podium diskutierten Dr. Andreas Bovenschulte, Dr. Jan Stöß, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Thomas Röwekamp, MdB und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Sabine von der Recke, Vorständin OHB System AG, und Dr. Klaus Michel, Geschäftsführer Airbus Defence and Space GmbH.
Auch Staatsrätin Nancy Böhning hob laut Pressemitteilung der Senatskanzlei die Rolle der Landesvertretung als Schaufenster für Bremen und Bremerhaven hervor:
„Moin Berlin – Moin Bremen – das beschreibt ziemlich gut, was wir hier in der Landesvertretung jeden Tag machen: Wir bringen Bremen nach Berlin. Und wir bringen Menschen miteinander ins Gespräch. Denn genau dafür ist unsere ‚Bremer Botschaft‘ da“, sagte Böhning. „Wir wollen zeigen, was Bremen und Bremerhaven ausmacht: unsere Unternehmen, unsere Wissenschaft, unsere Häfen, unsere Kultur und vor allem unsere Menschen.“

Forschung, Kooperation und The Martian Mindset
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion präsentierten zahlreiche Unternehmen, Institutionen und Organisationen die Vielfalt Bremens und Bremerhavens im Garten der Landesvertretung. Die U Bremen Research Alliance zeigte gemeinsam mit der Northwest Alliance und The Martian Mindset, wie Bremer Forschung Zukunftsfragen aufgreift und welche Chancen in der engen Zusammenarbeit von Universität, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Partnern liegen.
Vor Ort gaben Prof. Dr. Mandy Böhnke, Prof. Dr.-Ing. Rainer Fechte-Heinen, Conny Ladenthin, Referentin der Rektorin, und Derk Schönfeld, Geschäftsführer der U Bremen Research Alliance, Einblicke in Bremer Forschungsprojekte, die U Bremen Research Alliance und die Northwest Alliance. Wiebke Hahn und Paul Zabel vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellten das Exzellenzcluster The Martian Mindset vor.
The Martian Mindset, das neue Exzellenzcluster „Die Marsperspektive“ der Universität Bremen, wird von 2026 bis 2032 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert. Der Cluster nutzt die extremen Bedingungen des Mars als Denkmodell für nachhaltige Produktion unter Ressourcenknappheit. Daraus entstehen neue Ansätze für Materialgewinnung, Niedrigenergie-Prozessketten, Robotik und Raumfahrttechnik.
Die Gespräche in der Landesvertretung machten deutlich, wie stark Bremer Forschung mit zentralen Zukunftsthemen verbunden ist: mit Raumfahrt, nachhaltiger Produktion und Ressourcenknappheit. ugleich zeigte der Abend, wie wichtig der Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Industrie ist, um diese Themen gemeinsam zu bearbeiten.




