Daily Recap der IJCAI-ECAI 2026 und des Summer of AI in Bremen
 

Am Dienstag, 18. August, fiel der offizielle Startschuss für die Hauptkonferenz der IJCAI-ECAI 2026. Nach drei Tagen mit Workshops, Tutorials und Outreach-Veranstaltungen auf dem Campus der Universität Bremen zog die Konferenzgemeinschaft für den Auftakt des viertägigen wissenschaftlichen Hauptprogramms in das Congress Centrum Bremen (CCB) um.

Bis zum 21. August umfasst das Programm 858 angenommene Beiträge bei insgesamt 6.342 vollständigen Einreichungen im Main Track, in den Special Tracks, im Journal Track, Survey Track und Demonstrations Track. Hinzu kommen Spotlight Talks für Nachwuchsforschende, Demonstrationen und Wettbewerbe.

Mit dem Wechsel ins CCB veränderte sich auch die Atmosphäre: Aus der persönlichen Nähe der Workshop-Räume wurde ein internationales Großereignis. Teilnehmende aus aller Welt kamen zur Eröffnungszeremonie im Congress Centrum Bremen zusammen.

Bremen heißt die Welt der KI willkommen

© IJCAI2026 / Jimi Liu  
© IJCAI2026 / Jimi Liu  
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Mit der Eröffnungszeremonie hieß Bremen die internationale IJCAI-ECAI-2026-Community offiziell willkommen und setzte den Ton für die bevorstehende Konferenzwoche.

Conference Chair Francesca Toni eröffnete die Veranstaltung mit einem Moment des Gedenkens. In einem In-memoriam-Segment erinnerte sie gemeinsam mit den Anwesenden in einer Schweigeminute an herausragende Persönlichkeiten der KI-Forschung, die im vergangenen Jahr verstorben sind: Joe Halpern, Tony Hunter und Lin Padgham.

Im Anschluss folgten Grußworte wichtiger Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Region und dem lokalen Organisationsteam. Dr. Alexandra-Gwyn Paetz begrüßte die Teilnehmenden im Namen des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der KI-Forschung und Deutschlands Rolle in der internationalen KI-Landschaft.

Die Vorsitzenden des lokalen Organisationskomitees, Tanja Schultz und Monika Michaelis, übermittelten außerdem eine Grußbotschaft von Frank Kirchner, dem dritten LAC-Co-Chair, der sein großes Bedauern darüber ausdrückte, nicht persönlich an der Konferenz teilnehmen zu können.

Die beiden anwesenden LAC-Co-Chairs hoben Bremens besondere Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung hervor und stellten anschließend das weitere Konferenzprogramm vor.

Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem bevorstehenden Conference Banquet im Weserstadion. Dieses geht weit über ein klassisches Konferenzbankett hinaus: Geplant sind interaktive Live-Cooking-Stationen sowie eine Robotik-Fußball-Demonstration von B-Human, einem 13-fachen Weltmeister und 16-fachen regionalen Titelträger in der RoboCup Humanoid Soccer League.

Auch Bremens Bürgermeister und Präsident des Senats, Dr. Andreas Bovenschulte, unterstrich die Bedeutung der Konferenz für den Wissenschafts- und Technologiestandort Bremen:

„Mit der IJCAI-ECAI ist eine der wichtigsten internationalen Konferenzen zur Künstlichen Intelligenz in Bremen zu Gast. Dass die Organisatoren der Konferenz sich für Bremen entschieden haben, ist für den Wissenschafts- und Technologiestandort nicht weniger als ein Ritterschlag. So wird nicht nur deutlich, welche Impulse von Künstlicher Intelligenz für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft ausgehen, sondern auch welche hervorragenden Voraussetzungen der Standort Bremen den Forschenden und der Wirtschaft bereits heute bietet.“

Im Anschluss stand die Auszeichnung herausragender wissenschaftlicher Leistungen im Mittelpunkt.

Die Präsidentin des IJCAI Board of Trustees, Kate Larson von der University of Waterloo und Google DeepMind, stellte die wichtigsten IJCAI Awards sowie die dazugehörigen Präsentationstermine vor.

Nicholas R. Jennings, Vice-Chancellor und Präsident der Loughborough University, erhielt den IJCAI 2026 Award for Research Excellence für seine wegweisenden Beiträge zu Multi-Agenten-Systemen. Dazu zählen Algorithmen zur Koordination mehrerer Agenten, grundlegende Arbeiten zur Zusammenarbeit zwischen Menschen und Agenten sowie Pionierleistungen bei der praktischen Anwendung autonomer Agenten und Multi-Agenten-Systeme.

Jiajun Wu von der Stanford University wurde mit dem IJCAI 2026 Computers and Thought Award für grundlegende Beiträge in den Bereichen Computer Vision, generative KI und Robotik ausgezeichnet. Seine Forschung verbindet neuronale und symbolische Repräsentationen mit dem Ziel, Maschinen zu entwickeln, die die physische Welt verstehen und mit ihr interagieren können.

David C. Parkes von der Harvard University erhielt den 2026 John McCarthy Award für grundlegende Beiträge an der Schnittstelle von KI und Ökonomie – insbesondere für seine Pionierarbeit an algorithmischen Mechanismen, die Effizienz, Fairness und passende Anreizstrukturen in komplexen Multi-Agenten-Umgebungen ermöglichen.

Christian Bessiere von der University of Montpellier wurde mit dem 2026 Donald E. Walker Distinguished Service Award für sein langjähriges Engagement und seine umfangreichen Beiträge zum Forschungsfeld ausgezeichnet. In seiner Ansprache erzählte Bessiere von seiner ganz persönlichen „Liebesgeschichte“ mit der IJCAI – einer Liebe, die allerdings nicht auf den ersten Blick begann.

Auch bei den Partnerorganisationen wurden herausragende Leistungen gewürdigt.

Der Präsident der European Association for Artificial Intelligence (EurAI), Holger Hoos von der RWTH Aachen University, gab die Gewinner des EurAI Distinguished Service Award bekannt. Die Auszeichnung wird jährlich an zwei Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um die europäische KI-Community verdient gemacht haben.

Die Preisträger 2026 sind Jérôme Lang (CNRS) und Luc De Raedt (KU Leuven).

Sylvie Thiébaux von der Australian National University & LAAS-CNRS, University of Toulouse, Co-Editor-in-Chief des Artificial Intelligence Journal, präsentierte anschließend die AIJ Awards.

Der Prominent Paper Award würdigt herausragende Beiträge, die innerhalb der vergangenen sieben Jahre im Artificial Intelligence Journal veröffentlicht wurden und sich durch besondere wissenschaftliche Bedeutung und Wirkung auszeichnen. Der Classic Paper Award ehrt außergewöhnliche Arbeiten, deren Veröffentlichung mindestens 15 Kalenderjahre zurückliegt.

Die Gewinner des AIJ 2026 Classic Paper Award sind Sarit Kraus, Daniel Lehmann und Menachem Magidor für ihr Paper:

“Nonmonotonic reasoning, preferential models and cumulative logics”

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/0004370290901015

Die Gewinner des AIJ 2026 Prominent Paper Award sind Samy Badreddine, Artur d'Avila Garcez, Luciano Serafini und Michael Spranger für ihr Paper:

“Logic Tensor Networks”

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0004370221002009

Im Namen der Editors-in-Chief des Journal of Artificial Intelligence Research (JAIR) kehrte Holger Hoos auf die Bühne zurück, um die Gewinner der IJCAI-JAIR Awards und die zugehörigen Präsentationstermine bekannt zu geben.

Der 2026 IJCAI-JAIR Best Paper Prize geht an das Paper:

“The Computational Complexity of Understanding Binary Classifier Decisions”
von Stephan Wäldchen, Jan Macdonald, Sascha Hauch und Gitta Kutyniok.

Der 2026 IJCAI-JAIR Test of Time Award geht an das Paper:

“SMOTE: Synthetic Minority Over-sampling Technique”
von Nitesh Chawla, Kevin Bowyer, Lawrence Hall und Philip Kegelmeyer.

https://www.jair.org/index.php/jair/article/view/10302/24590

Zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung gab IJCAI-ECAI-2026 Program Chair Diego Calvanese von der Freien Universität Bozen einen Überblick über das IJCAI-2026-Programm. Dabei kündigte er die Distinguished Paper Prizes an und informierte über die Präsentationstermine der ausgezeichneten Beiträge, der eingeladenen Speaker und der Panels.

Er betonte:

„Wir konnten einen qualitätsorientierten Review-Prozess aufrechterhalten, weil wir die Zahl der Einreichungen begrenzt haben – auch im Rahmen der PPI Policy – und hervorragende Reviewer hatten.“

– Diego Calvanese, IJCAI-ECAI 2026 Program Chair

Nachdem die Auszeichnungen vergeben und der Fahrplan für die Konferenzwoche vorgestellt worden waren, kehrte Francesca Toni für die abschließenden Worte ans Rednerpult zurück und erklärte die IJCAI-ECAI 2026 offiziell für eröffnet.

Mit Blick auf die bereits am Montag vollständig ausgebuchte öffentliche AI Lecture in der Bremischen Bürgerschaft erläuterte Senatorin Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, warum der Dialog mit der Öffentlichkeit ein zentraler Bestandteil der Konferenz ist:

Künstliche Intelligenz verändert bereits heute unseren Alltag – deshalb darf die Debatte darüber nicht allein in Fachkreisen stattfinden. Mit den öffentlichen Outreach-Formaten der IJCAI-ECAI 2026, wie der AI Lecture, bringen wir internationale KI-Forschung mitten in die Stadtgesellschaft. Wissenschaft lebt vom offenen Austausch: davon, Chancen verständlich zu machen, Grenzen zu benennen und gemeinsam zu diskutieren, wie wir Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll gestalten.

Vom Hype zur KI-Gesellschaft: Nick Jennings über Agentic AI

© IJCAI2026 / Jimi Liu  
© IJCAI2026 / Jimi Liu  

Agentic AI gehört zu den meistdiskutierten Themen der diesjährigen IJCAI-ECAI.

In seinem eingeladenen Vortrag „The Past, Present and Future of Agentic AI“ gab Professor Nicholas R. Jennings einen klaren und hochaktuellen Einblick in ein Forschungsfeld, das gleichermaßen von rasanten Fortschritten und hohen Erwartungen geprägt ist.

Jennings, Vice-Chancellor und Präsident der Loughborough University, erhielt den IJCAI-26 Award for Research Excellence für seine wegweisenden Beiträge zu Multi-Agenten-Systemen, darunter Arbeiten zur Koordination, zur Zusammenarbeit zwischen Menschen und Agenten sowie zu realen Anwendungen autonomer Agentensysteme.

Zu Beginn seines Vortrags richtete Jennings den Blick auf die Gegenwart. Agentic AI erlebe derzeit eine außergewöhnlich schnelle Verbreitung unter den aufkommenden Technologien. Gleichzeitig befinde sich das Feld auf einem „Peak of Inflated Expectations“ – einem Höhepunkt übersteigerter Erwartungen.

Halb im Scherz formulierte Jennings:

„Die IT-Abteilung jedes Unternehmens wird in Zukunft zur Personalabteilung für Agentic AI.“

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Agentic AI keineswegs ein völlig neues Konzept ist. Vielmehr baut das Gebiet auf jahrzehntelanger Forschung zu autonomen Agenten und Multi-Agenten-Systemen auf.

Zum Abschluss richtete Jennings eine klare Botschaft an die Forschungsgemeinschaft: Gute Wissenschaft entsteht im Zusammenspiel von Theorie und Praxis, lebt von Teamarbeit und braucht Ausdauer.

Sein Fazit: Agentic AI ist gekommen, um zu bleiben.

Luciano Serafini über Neuro-Symbolic AI und Logic Tensor Networks

© IJCAI2026  
© IJCAI2026 / Jimi Liu  

Der eingeladene Vortrag von Luciano Serafini zu Neuro-Symbolic AI und Logic Tensor Networks stieß auf so großes Interesse, dass die Teilnehmenden die Diskussion noch lange nach Ende seines Vortrags fortsetzten.

Gemeinsam mit seinen Co-Autoren Samy Badreddine, Artur d'Avila Garcez und Michael Spranger wurde Luciano Serafini für die wegweisende Arbeit „Logic Tensor Networks“ mit dem AIJ 2026 Prominent Paper Award ausgezeichnet.

Das preisgekrönte Paper:
lnkd.in/d_7rRyym

Die Keynotes der IJCAI-ECAI 2026 werden aufgezeichnet und nach der Konferenz auf der Konferenzwebsite veröffentlicht.

Diversity and Inclusion Lunch im historischen Bremer Rathaus

© IJCAI2026 / Derk Schönfeld  
© IJCAI2026 / Derk Schönfeld  
© IJCAI2026 / Derk Schönfeld  

Im historischen Bremer Rathaus stand beim Diversity & Inclusion Lunch die gesellschaftliche Verantwortung von KI im Mittelpunkt.
Dr. Andreas Bovenschulte betonte in seiner Ansprache, dass KI nicht nur technologisch weiterentwickelt, sondern verantwortungsvoll gestaltet und fest in der Gesellschaft verankert werden müsse. Wissenschaftliche Exzellenz und der Dialog darüber, wie neue Technologien Menschen und Gesellschaft dienen können, gehören dabei zusammen.
Unterstützt wurde das Format vom Alumni-Verein der Universität Bremen.

Netzwerkempfang am Bremen-Stand auf der IJCAI-ECAI 2026

© IJCAI2026 / Jimi Liu  
© IJCAI2026 / Jimi Liu  
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Der Netzwerkempfang des Bremer Senats am Bremen-Stand im Ausstellungsbereich bot Unternehmer:innen sowie Vertreter:innen Bremer Unternehmen die Gelegenheit, die IJCAI-ECAI 2026 aus nächster Nähe zu erleben.

Im Austausch mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz und loteten Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen aus.

Die Poster Sessions gaben Unternehmen direkte Einblicke in neue KI-Anwendungen und -Modelle. Gleichzeitig bot die entspannte Atmosphäre Raum für konkrete Gespräche, neue Kontakte und mögliche Kooperationen.

Hans Georg Tschupke, Leiter der Abteilung Industrie, Innovation und Digitalisierung bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, begrüßte die Gäste:

Die IJCAI-ECAI 2026 macht sichtbar, was Bremen als KI-Standort auszeichnet: starke Forschung, innovative Unternehmen und der direkte Austausch zwischen beiden Seiten. Genau hier entsteht praxiswirksame Zusammenarbeit, von der Wirtschaft und Gesellschaft profitieren.

Björn Portillo, Vorstandsvorsitzender von Bremen digitalmedia und Mitorganisator des Empfangs:

„Als Wirtschaftsverband Bremen digitalmedia freuen wir uns sehr, dass wir die IJCAI-ECAI in Bremen begrüßen. Der Netzwerkempfang ist ein tolles Format, dass es den Unternehmen in Bremen ermöglicht, mit Wissenschaft und Forschung in Berührung zu kommen. Gerade in Zeiten großer Veränderungen und mit dem starken Einfluss von Künstlicher Intelligenz.“

Für die beteiligten Unternehmen eröffnete die Veranstaltung zudem neue Perspektiven darauf, wie sich KI in konkrete Anwendungen überführen lässt.

Dr.-Ing. Hubertus Lohner, Lead Techno Centre ECOMAT bei AIRBUS Operations, erklärte:

„Es war großartig, an der weltweit führenden KI-Konferenz IJCAI in Bremen teilzunehmen. Für meine Kolleginnen und Kollegen und mich war es eine hervorragende Gelegenheit, unser KI-Netzwerk in Bremen auszubauen und mehr über die beeindruckenden Fortschritte in der KI-Forschung und -Entwicklung zu erfahren. Wir freuen uns darauf, einige der entstandenen KI-Ideen in Luft- und Raumfahrtprojekten umzusetzen, die von Partnern aus dem ECOMAT-Netzwerk unterstützt werden.“

Der Empfang machte deutlich: Der erfolgreiche Einsatz von KI in Unternehmen hängt nicht allein vom technologischen Fortschritt ab. Ebenso entscheidend sind konkrete Anwendungsfälle und eine solide digitale Grundlage.

Dr. Annegret Koehler-Werzner, Group Team Lead GBS Customer Journey and Digitalization bei der DMK/Arla Group, fasste zusammen:

„Die Gespräche haben mir bestätigt, dass die Kombination aus Prozessstandardisierung und der Entwicklung konkreter Use Cases der richtige Ansatz für eine nachhaltige Digitalisierung und den sinnvollen Einsatz von KI ist. Bei der DMK/Arla Group verfolgen wir diesen Ansatz und sind damit als digital souveräner Fachbereich gut aufgestellt.“

KI aus nächster Nähe

© Jimi Liu / U Bremen Research Alliance  
© Jimi Liu / U Bremen Research Alliance  
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KI x Medien: Berichterstattung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz

Am Dienstagabend startete die KI-Lounge-Reihe im Open Space am Domshof mit KI x Medien, der ersten von insgesamt vier öffentlichen Podiumsdiskussionen während der Konferenzwoche. Es folgen KI x Verwaltung, KI x Medien und KI x Arbeitswelt.

Von 17:30 bis 18:30 Uhr diskutierten die Medienforscherin Wiebke Loosen vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, Frank Schulte von Radio Bremen und Gabriela Molina León von der Aarhus University darüber, wie Künstliche Intelligenz den Journalismus verändert – von Fragen der Urheberschaft und redaktionellen Abläufen bis hin zur Frage, wie das Publikum Informationen bewertet.

Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wer gilt als Autor oder Autorin, wenn Texte, Bilder oder Berichte mithilfe von KI entstehen? Und wie kann der Journalismus in Zeiten zunehmend ausgefeilter Desinformation seine Glaubwürdigkeit bewahren?

Eine zentrale Erkenntnis der Diskussion lautete: Transparenz schafft Vertrauen.

Wenn KI im Journalismus eingesetzt wird, sollte klar erkennbar sein, wo, wie und zu welchem Zweck sie zum Einsatz kommt.

Gleichzeitig bleibt KI ein Werkzeug – sie ersetzt nicht die Redaktion. Journalistische Einordnung, Recherche vor Ort und die Verantwortung für Inhalte bleiben in menschlicher Hand.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Zugang zu journalistischen Inhalten. KI-Systeme können nur mit den Informationen arbeiten, auf die sie Zugriff haben.

Wenn Medienorganisationen wie Radio Bremen ihre journalistischen Inhalte für KI-Systeme sperren, fehlen diesen Modellen wichtige Quellen für Recherche, Kontext und Zusammenfassungen. Dadurch besteht die Gefahr, dass KI-generierte Antworten nur einen begrenzten Ausschnitt der verfügbaren Informationen widerspiegeln.

Gleichzeitig verfolgen Verlage unterschiedliche Strategien: Während einige ihre Inhalte bewusst zurückhalten, schließen andere Lizenzvereinbarungen mit großen KI- und Technologieunternehmen.

Damit wird die Frage, welche journalistischen Inhalte in KI-Systemen vertreten sind, zunehmend entscheidend für Qualität, Vielfalt und Ausgewogenheit automatisierter Informationsangebote.

Das von Laura Spillner und Johanna Rockstroh von der Universität Bremen organisierte Panel brachte sowohl Konferenzteilnehmende als auch Bremer Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch.

Wir danken für die Unterstützung: Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation sowie der Schütting Stiftung und den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e.V.

Aussteller im Fokus

© IJCAI2026 / Jimi Liu  
© IJCAI2026 / Jimi Liu  
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Halle 4 des Congress Centrum Bremen öffnete am Dienstag ihre Türen und entwickelt sich schnell zum lebendigen Zentrum der Ausstellung, die parallel zum wissenschaftlichen Programm bis zum 21. August läuft.

Zwischen den Sessions nutzen die Teilnehmenden die Gelegenheit, bei Kaffee und Poster Sessions die diesjährigen Sponsoren und Ausstellungspartner kennenzulernen und sich einen Eindruck von der vielfältigen Forschungs- und Industriearbeit rund um die IJCAI-ECAI 2026 zu verschaffen.

Die vollständige Liste der diesjährigen Sponsoren und Partner ist auf der Konferenzwebsite verfügbar:
https://2026.ijcai.org/sponsors/

Kontakt

IJCAI-ECAI 2026 Local Press Office

Das Local Press Office der IJCAI-ECAI 2026 bündelt die Pressearbeit rund um die Konferenz in Bremen. Es wird getragen von der U Bremen Research Alliance, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) sowie den Publicity Chairs Prof. Dr. Ralf Möller (Universität Hamburg, Gesellschaft für Informatik) und Prof. Dr. Rolf Drechsler (Universität Bremen, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz).

Als zentrale Anlaufstelle für Medien begleitet das Press Office die IJCAI-ECAI 2026 kommunikativ und steht Medienvertreter:innen aus Bremen und ganz Deutschland ab sofort und während der Konferenz für Anfragen zur Verfügung.

E-Mail für Anfragen: press@2026.ijcai.org

© 2025 IJCAI

Über die U Bremen Research Alliance

Die U Bremen Research Alliance vereint die Universität Bremen mit dreizehn außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus allen vier großen deutschen Wissenschaftsorganisationen – der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft – sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Gemeinsam gestalten die Partnerinstitutionen einen abgestimmten Raum für Forschung, Infrastruktur und Innovation – „von der Tiefsee bis ins Weltall“.