Peer-to-Peer-Treffen der U Bremen Research Alliance am Fraunhofer IFAM

Am 6. März 2026 kamen Mitglieder der U Bremen Research Alliance zum Peer-to-Peer-Treffen am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM zusammen.

Von Aylin Krieger

11. Jun 2026

© Franziska Lohse
© Franziska Lohse

Das Fraunhofer IFAM zählt zu den führenden Einrichtungen für angewandte Materialforschung und Fertigungstechnologien in Europa. Mit rund 700 Mitarbeitenden an sieben Standorten und einer engen personellen Verzahnung mit der Universität Bremen steht das Institut exemplarisch für die kooperative Forschungsstruktur am Standort. Forschung wird hier institutionsübergreifend gedacht und konsequent in Anwendung überführt. Die Kompetenzen des IFAM umfassen unter anderem metallische und polymere Werkstoffe, Oberflächentechnik, Klebtechnologie sowie Automatisierung, Robotik und Energiespeicher. Ziel ist es, technologische Entwicklungen aktiv zu gestalten und nachhaltige Lösungen für zentrale Branchen wie Mobilität, Luftfahrt, Energie, maritime Technologien und Medizintechnik zu entwickeln. Dr. Volker Zöllmer gab Einblicke in die Entwicklung des Instituts hin zu einer breit aufgestellten, der angewandten Forschung ausgerichteten Forschungseinrichtung. Ein Beispiel für die leistungsfähige Forschungsinfrastruktur ist der Drohnencampus in Cuxhaven, an dem Testflüge unter realistischen Bedingungen möglich sind und neue Technologien erprobt werden können.

© Franziska Lohse

Einen zentralen inhaltlichen Impuls setzte Prof. Dr. Fabio La Mantia von der Universität Bremen. Seine Arbeitsgruppe „Energiespeicher- und Energiewandlersysteme“, die gemeinsam mit dem Fraunhofer IFAM aufgebaut wurde, verbindet elektrochemische Grundlagenforschung mit anwendungsnahen Fragestellungen der Energiespeicherung. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die Frage, wie sich der Gesundheitszustand von Batterien zuverlässig vorhersagen lässt. Die Arbeitsgruppe untersucht Alterungsprozesse auf Basis elektrochemischer Messverfahren, insbesondere durch Impedanzanalysen während realer Lade- und Entladezyklen. Dabei werden experimentelle Elektrochemie, physikalische Modellierung und datengetriebene Ansätze eng miteinander verknüpft. Die große Zahl an Testzyklen erzeugt umfangreiche Datensätze, deren Auswertung zunehmend durch Methoden der Künstlichen Intelligenz unterstützt wird. So lassen sich komplexe Zusammenhänge erkennen und Rückschlüsse auf den Zustand einzelner Batteriezellen ziehen.

Die Arbeiten reichen von der Entwicklung neuer Batteriekonzepte für stationäre Anwendungen bis hin zu innovativen Mess- und Analyseverfahren. Ziel ist es, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Energiespeichern gezielt zu verbessern und damit einen Beitrag zur Transformation des Energiesystems zu leisten.

Das Peer-to-Peer-Format bietet den Rahmen, um solche Themen gemeinsam weiterzudenken. Es fördert das gegenseitige Kennenlernen, den offenen Austausch und die gezielte Vernetzung innerhalb der Allianz. Auf dieser Basis entstehen neue Ideen und gemeinsame Forschungsansätze.

© Aylin Krieger

Netzwerk-Treffen

Die Treffen des Peer-to-Peer-Netzwerks Künstliche Intelligenz finden jeweils am ersten Freitag im Monat von 12:00-13:30 Uhr statt und sind offen für erfahrene Wissenschaftler:innen aller Mitgliedseinrichtungen der U Bremen Research Alliance. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Koordinatorin Dr. Monika Michaelis.

Infos und Termine des Peer-to-Peer-Netzwerks finden Sie hier.